« Zurück zur Liste der Suchergebnissen  
a-CHLORTOLUOLICSC: 0016 (Oktober 2001)
Benzylchlorid
alpha-Chlortoluol
CAS #: 100-44-7
UN #: 1738
EINECS #:202-853-6

  AKUTE GEFAHREN PREVENTION BRANDBEKÄMPFUNG
FEUER & EXPLOSION Brennbar. Entstehung von irritativen oder toxischen Rauchen (oder Gasen) im Brandfall.  Über 67°C können sich explosive Dampf/Luft Gemische bilden.  Kein offenes Feuer.  Über 67°C verwende geschlossenes System und Belüftung.  Pulver, AFFF, Schaum, Carbondioxid verwenden.  Im Brandfall: Zylinder, u.a. mit Sprüwasser kühlen. 

 VERMEIDE KONTAKT! VERMEIDE EXPOSITION VON (SCHWANGEREN) FRAUEN!  
  SYMPTOME PREVENTION ERSTE HILFE
Inhalative Aufnahme Brennen. Husten. Übelkeit. Kopfschmerzen Kurzatmigkeit. Schwindel.  Verwende Belüftung, lokale Entlüftung oder Atemschutz  Frische Luft, Ruhe. Halbaufgerichtete Position. Medizinische Versorgung. 
Haut KANN ABSORBIERT WERDEN! Rötung. Schmerz.  Schutzhandschuhe. Schutzkleidung.  Kontaminierte Kleidung entfernen. Haut mit viel Wasser spülen und duschen. Suche medizinische Versorgung  
Augen Wässrige Augen. Rötung. Schmerz. Getrübes Sehvermögen. Schwere tiefe Verbrennungen.  Trage Schutzbrille mit Seitenschutz oder Augenschutz in Kombination mit Atemschutz  Für mehrere Minuten spüle mit viel Wasser (entferne Kontaktlinsen wenn möglich) dann suche medizinische Versorgung. 
Orale Aufnahme Bauchschmerzen. Diarrhoe. Erbrechen. Brennende Empfindung.  Nicht essen, trinken oder rauchen während der Arbeit. Wasche die Hände vor dem Essen.  Spüle Mund. Suche ärztliche Versorgung . 

ENTSORGUNG VON AUSGELAUFENEM MATERIAL EINSTUFUNG & KENNZEICHNUNG
Persönliche Schutzmaßnahme: Chemikalienschutzanzug einschliesslich Atemschutzgerät Den EINTRITT dieser Chemikalie in die Umwelt VERMEIDEN. Sammeln von auslaufender und verschütteter Flüssigkeit in geschlossenen Nicht-Metallischen Behältern so weit es möglich ist. Die restliche Flüssigkeit in Sand oder inertes Absorbens absorbieren. Dann lagere und beseitige nach den lokalen Regeln. 

Gemäß UN GHS Kriterien

 

TRANSPORT
UN EINSTUFUNG
UN Gefährdungsklasse: 6.1; UN Nebenrisiko: 8; UN Packunggruppe: II 

LAGERUNG
Getrennt von Lebensmitteln und Tierfutter und unverträglichen Materialien. Siehe Chemische Gefahren. Trocken. Belüftung entlang des Bodens. Lagerung nur wenn stabilisiert. 
VERPACKUNG
Kein Transport mit Nahrungs- und Fütterungsstoffen. 
a-CHLORTOLUOL ICSC: 0016
PHYSIKALISCHE & CHEMISCHE INFORMATION

Aggregatzustand
FARBLOSE FLÜSSIGKEIT MIT SCHARFEM GERUCH. 

PHYSIKALISCHE GEFAHREN
 

CHEMISCHE GEFAHREN
Die Substanzt polymerisiert unter dem Einfluss von allen Metallen außer Nickel und Blei. Dies bildet ätzende Rauche (Chorwasserstoff- siehe ICSC 0163). Dies erzeugt Feuer- und Explosionsgefahr. Bei Verbrennung , entstehen toxische und ätzende Rauche von Chlorwasserstoff. Reagiert heftig mit starken Oxidationsmitteln. Greift viele Metalle in Anwesenheit von Wasser an. 

Formel: C7H7Cl / C6H5CH2Cl
Molekulargewicht: 126.6
Siedepunkt: 179°C
Schmelzpunkt: ~-43°C
Relative Dichte (Wasser = 1): 1.1
KeineLöslichkeit in Wasser, g/100ml: <0.1
Dampfdruck, Pa bei 20°C: 120
Relative Dampfdichte (Luft = 1): 4.4
Relative Dichte des Dampf/Luft-Gemisches bei 20°C (Luft = 1): 1.00
Flammpunkt: 67°C c.c.
Selbst-Entzündungstemperatur: 585°C
Explosionsgrenze, Vol% in der Luft: 1.1-14.0
Octanol/Wasser Verteilungskoeffizient als log Pow: 2.3  


EXPOSITION & AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESUNDHEIT

Expositionswege
Die Substanz kann im Körper nach Inhalation, durch die Haut und nach oraler Aufnahme absorbiert werden. 

Effekte nach kurzzeitiger Exposition
Das die Substanz ist ätzend für Augen. Der Dampf wirkt reizend auf Augen, Haut und Atemwege. Inhalation von Dampf oder Aerosol kann Lungenödem verursachen. Siehe Anmerkungen. Die Substanz kann Effekte auf zentrales Nervensystem haben. Dies kann zu Bewusstlosigkeit führen. 

Inhalationsrisiko
Eine gesundheitsgefährdende Kontamination der Luft kann bei Verdampfen der Substanz bei 20°C , viel schneller bei Sprühen ziemlich schnell erreicht werden. 

Effekte nach chronischer bzw. wiederholter Exposition
Die Substanz kann Effekte auf die Leber und die Nieren haben. Dies kann Gewebeverletzungen als Folge haben. Die Substanz ist vermutlich kanzerogen für Menschen. Tierexperimente zeigen dass die Substanz vermutlich die menschliche Fruchtbarkeit oder das Kind im Mutterleib schädigen kann. 


Arbeitsplatzgrenzwerte
MAK: Hautresorption (H); Krebserzeugend Kategorie: 2 

UMWELT
Die Substanz ist giftig für Wasserorganismen. 

ANMERKUNGEN
Abhängig vom Expositiosgrad, ist regelmäßige medizinische Versorgung empfohlen.
Die Symptome der Lungenoedeme werden oft erst nach einigen Stunden manifest und durch physische Anstrengung verschlimmert. Daher sind Ruhe und medizinische Beobachtung notwendig.
Sofortige Anwendung einer gegeigneten Inhalationstherapie durch einen Artzt, oder eine autorisierte Person sollte in Betracht gezogen werden.
Ein hinzugefügter Stabilisator oder Inhibitor kann die toxikologischen Eigenschaften dieser Substanz ändern, einen Fachmann konsultieren. 

ZUSÄTZLICHE INFORMATION
  EU EINSTUFUNG
Symbol: T; R: 45-22-23-37/38-41-48/22; S: 53-45; Anmerkung:

Weder ILO noch WHO, noch die Europäische Union ist verantwortlich für die Qualität oder Genauigkeit der Übersetzung oder für die mögliche Verwendung dieser Information.
© Version in Deutsch, DFG, 2022